Gildehauser Ostmühle

Öffnungszeiten

Von April bis Oktober jeden Samstag und jeden 1. Sonntag im Monat von 14 -17 Uhr oder unter Voranmeldung für Gruppen Tel.: 05924/6611 oder 05924/233.

Windmühlen prägen seit vielen Jahrhunderten das Gesicht der norddeutschen Landschaft. Sie Spielen zwar im Wirtschaftsleben unserer Region schon lange keine Bedeutung mehr, jedoch sind sie in den letzten Jahren wieder mehr in das Interesse der Öffentlichkeit geraten, verraten sie doch dem Interessierten Wissenswertes über die Geschichte unserer Vorfahren, über handwerkliches Geschick und prägen nicht zuletzt das heutige Landschafts- und Ortsbild. 

Auch die Gildehauser Ostmühle hat eine lange und wechselvolle Geschichte. die sie mehr als einmal dem Abriss nahe brachte. Das Engagemant Einzelner hat sie bis heute allerdings vor diesem Schicksal bewahrt.

Erbaut wurde die Ostmühle in den Jahren 1749/50 aus Bentheimer Sandstein und kostete damals 1400 Reichstaler. Sie war die Nachfolgerin einer im Jahr 1720 erbauten hölzernen Windmühle, die 1747 während eines "endsetzlichen Sturmes" einstürzte. Am 16. Juni 1750 wurde hier von Müller Jan Lötgering das erste Korn gemahlen.  

Ein Sandsteinblock über der Eingangstür trägt eine lateinische Inschrift, die den damaligen Landesherrn, Graf Friedrich Karl zu Bentheim, würdigte: Lignea quae fueram borae prostrata furore - Saxea nunc opibus, Carle resurgo tuis 1750 (Als hölzerne durch die Wut des Nordwindes zerstört, enstehe ich mit deiner Hilfe, Carl, als steinerne, 1750)

Zahlreiche Pächter nutzten Gildehauser Ostmühle, die allerdings immer unrentabler wurde. Der Fürst zu Bentheim, der mehr und mehr das Interresse an dem Bauwerk zu verlieren schien, verkaufte die Mühle schließlich an den Gronauer Fabrikanten Mathieu van Delden.

Die Mühle wurde mit erheblichem Aufwand Renoviert, doch das Schicksal schlug wieder zu. Ein erneuter Sturm im Jahr  1939 forderte seinen Tribut. Die Flügel fielen dem Wind zum Opfer. Die Mühle wurde daraufhin für den Betrieb mit Elektromotor umgerüstet.

Während der "schlechten Zeiten" gegen Ende des 2. Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren war die Gildehauser Ostmühle weit und brei die einzige Mühle, auf der man Haferflocken herstellen konnte. Sogar aus Emlichheim fuhren die Leute mit einem Säckchen Hafer, Pütien genannt, auf der Bahn nach Gildehaus, um hier die als Säuglingsnahrung für den Haferbrei benötigten Haferflocken zu beschaffen.

Lange Jahre stand die Ostmühle mit intakter Kappe aber als flügelloser Mühlenstumpf, bis sie 1966 mit einem Kostenaufwand von 15.000 Mark neue Flügel und eine Windrose erhielt.

Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Eigentümer gelang es dem Landkreis Grafschaft Bentheim im Jahr 1984 die Ostmühle mit dem sie umschließenden Grundstück zu erwerben.

Unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel, unterstützt durch Landeszuwendungen aus dem Denkmalpflegeprogramm, wurde die Mühle restauriert und soweit hergerichtet, dass auf ihr wieder gemahlen werden kann. Im April 1986 erhielt sie ihre neue Kappe, wenig später wurde der Steert wieder angebracht, mit dem Kappe und Flügel in den Wind gedreht werden können. Ende Juli wurden die Flügel selbst in der ursprünglichen Länge montiert.

Am 16. August 1986 ist die Ostmühle in die Obhut des örtlichen VVV übergeben worden, der sie durch ehrenamtliche Freizeitmüller betreiben lässt.  

Technische Daten

Typ   Holländische Turmwindmühle bzw Erdholländer
Länge der Flügel   24,30 Meter
Gewicht der Kappe mit Flügelkreuz und Achse           17.500 Kg
Gewicht eines Mühlsteins   1.400 Kg
Länge der Achse   6,60 m
Achsrad   56 Zähne aus Akazienholz
Bunkler    31 Zähne aus Hainbuche
Stirnrad   101 Zähne aus Akazienholz
Spindelrad   34 Stäbe aus Akazienholz

Bezugsquelle VVV - Gildehaus

Unsere Öffnungszeiten

Sommer:

Mo.& Di                     Ruhetag

Mi.- Fr.                  ab 17.00 Uhr

Sa.                           ab 12.00 Uhr

Sonn,. &

Feiertags              ab 09.00 Uhr

und nach Vereinbarung

 

Winter:

Mo.- Di.                     Ruhetag

Mi.- Fr.                   ab 17.00 Uhr

Sa.                            ab 14.00 Uhr

Sonn,- &

Feiertags             ab 09.00 Uhr 

und nach Vereinbarung

Fragen und Reservierungen

Sie erreichen uns unter:

 

+49 5924 467

 

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